Mögliche Folgen bei Nichteinhaltung Ihrer Pflichten während des Asylverfahrens in Österreich

Während des Asylverfahrens haben Sie bestimmte Pflichten, die Sie einhalten müssen. Wenn diese Pflichten nicht eingehalten werden, kann dies ernsthafte Folgen für Ihren Antrag oder die Unterstützung haben, die Sie erhalten.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die wichtigsten Folgen, die eintreten können, wenn Pflichten nicht eingehalten werden, wie zum Beispiel die Einstellung Ihres Verfahrens, die Kürzung bestimmter Leistungen oder andere Auswirkungen auf Ihr Verfahren.

Diese Maßnahmen dienen dazu, sicherzustellen, dass das Asylverfahren für alle fair und effizient durchgeführt werden kann.

Was passiert, wenn Sie Ihre Pflichten nicht einhalten?

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Folgen, die eintreten können, wenn Sie Ihre Pflichten während des Asylverfahrens nicht einhalten.

Ihr Antrag wird als zurückgenommen oder abgelehnt eingestuft. Dies bedeutet, dass Sie Ihren Status als Antragstellerin bzw. Antragsteller auf internationalen Schutz und alle damit verbundenen Rechte verlieren können.

Das wird passieren, wenn Sie sich weigern:

  • auf Anfrage der Behörden Informationen bereitzustellen,
  • Ihre Fingerabdrücke erfassen oder sich fotografieren zu lassen,
  • Ihre Anschrift anzugeben,
  • Fragen während Ihrer persönlichen Anhörung zu beantworten.

Das wird auch passieren, wenn Sie:

  • Ihren Antrag nicht innerhalb der vorgegebenen Frist einreichen, ohne dass ein triftiger Grund vorliegt,
  • nicht zur persönlichen Anhörung erscheinen, ohne dass ein triftiger Grund vorliegt,
  • sich nicht bei den Behörden melden, wenn sie dazu aufgefordert werden,
  • den Ort verlassen, an dem Sie sich aufhalten müssen,
  • für die Behörden nicht erreichbar sind,
  • das Land verlassen.

Unter bestimmten Umständen können die Behörden beschließen, bestimmte Formen der Unterstützung oder bestimmte Leistungen zu kürzen oder zu streichen. Die Behörden werden Sie über eine solche Entscheidung schriftlich informieren, nachdem sie Ihre Situation bewertet haben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wenn Sie in Bezug auf Ihre Identität oder Ihren Antrag irreführende oder falsche Angaben machen oder Dokumente vernichten oder fälschen, kann sich das negativ auf die Bewertung Ihres Asylantrags auswirken.

  • Ihr Antrag kann abgelehnt werden und Sie erhalten vielleicht keinen internationalen Schutz.
  • Ihr Antrag kann im Rahmen des Asylverfahrens an der Grenze geprüft werden. (Wenn dies der Fall ist, erhalten Sie spezifische Informationen über das Verfahren.)
  • Ihr Antrag könnte auch schneller bearbeitet werden. In diesem Fall wird die Bearbeitungszeit für Ihren Antrag auf drei Monate verkürzt. Das beschleunigte Verfahren kann auch aus anderen spezifischen Gründen angewandt werden. Die Behörden informieren Sie und geben Ihnen weitere Erläuterungen, falls das beschleunigte Verfahren auf Sie angewandt wird.

Der internationale Schutz kann Ihnen auch entzogen werden, wenn die Behörden später feststellen, dass Sie während des Asylverfahrens nicht die Wahrheit gesagt haben.
 

Was sind Ihre Rechte und Pflichten?

Zusätzlich zu den oben genannten Folgen haben Sie während des Asylverfahrens auch wichtige Rechte und Pflichten.

Wenn Sie Ihre Rechte kennen, können Sie aktiv am Verfahren teilnehmen, während die Einhaltung Ihrer Pflichten dazu beiträgt, negative Folgen zu vermeiden.

Klicken Sie unten, um mehr über Ihre Rechte und Pflichten während des Verfahrens zu erfahren.