Ihre Pflichten nach einer negativen Entscheidung in Österreich
Wenn Ihr Asylantrag abgelehnt wird, haben Sie wichtige Pflichten.
Diese Pflichten sind notwendig, damit die Entscheidung umgesetzt werden kann und das Verfahren klar und geordnet abläuft.
Überblick über Ihre Pflichten
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Pflichten, die Sie nach einer negativen Entscheidung einhalten müssen.
Wenn Ihr Antrag auf internationalen Schutz und der Rechtsbehelf abgelehnt werden und Sie aus anderen Gründen kein Recht haben, in dem Land zu bleiben, müssen Sie Österreich bis zu dem in der Entscheidung angegebenen Datum verlassen.
Sie sind außerdem verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen nach Rechtskraft der Rückkehrentscheidung einen Termin bei der Rückkehrberatung der BBU wahrzunehmen. Nutzen Sie dieses Gespräch, um sich beraten zu lassen und zu klären, welche Unterstützung Sie für eine sichere und rechtmäßige Rückkehr erhalten können.
Wichtig!
Nach Ablauf der Frist für die freiwillige Ausreise ist das BFA gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zur zwangsweisen Rückkehr einzuleiten.
Wir empfehlen Ihnen daher dringend, innerhalb der vorgesehenen Frist freiwillig in Ihr Herkunftsland zurückzukehren.
Weitere Informationen finden Sie unter: Return from Austria.
Sie müssen mit den Behörden zusammenarbeiten. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie:
- richtige Angaben zu Ihrer Identität, Ihrer Staatsangehörigkeit und Ihrer persönlichen Situation machen.
- alle offiziellen Termine wahrnehmen.
- Dokumente vorlegen, wenn Sie welche haben.
Wenn die Behörden weitere Informationen benötigen, müssen Sie dabei helfen, Ihre Identität zu klären. Das kann zum Beispiel die Kontaktaufnahme mit Ihrer Botschaft oder die Unterstützung bei der Beschaffung von Ersatzreisedokumenten umfassen.
Es ist sehr wichtig, dass Sie keine falschen Angaben machen oder wichtige Fakten verschweigen. Wenn Sie nicht kooperieren, kann das zu ernsthaften Folgen führen, wie dem Verlust von Unterstützung, strengeren Maßnahmen oder einer zwangsweisen Rückführung.
Wenn Sie keinen gültigen Reisepass oder kein Reisedokument haben, müssen Sie dabei helfen, eines zu erhalten, damit Sie in Ihr Herkunftsland zurückkehren können.
Das bedeutet, dass Sie möglicherweise:
- Ihre Botschaft oder Ihr Konsulat kontaktieren müssen
- einen Reisepass oder ein Ersatzreisedokument beantragen müssen
- persönliche Informationen oder Dokumente vorlegen müssen (zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Geburtsort)
Sie müssen diesen Prozess aktiv unterstützen. Die Behörden können Sie auch auffordern, Dokumente zu unterschreiben oder Termine im Zusammenhang mit der Beschaffung von Reisedokumenten wahrzunehmen.
Es ist wichtig, dass Sie diesen Prozess nicht verweigern oder verzögern. Wenn Sie nicht kooperieren, können die Behörden weitere Schritte setzen, zum Beispiel die Dokumente selbst organisieren, strengere Maßnahmen anwenden oder eine zwangsweise Rückführung veranlassen.
Wann immer Sie von den Behörden dazu aufgefordert werden, müssen Sie zu allen Terminen persönlich erscheinen. Sie müssen pünktlich sein. Wenn Sie aus einem triftigen Grund nicht zu einem Termin erscheinen können, informieren Sie die Behörden sofort und erklären Sie den Grund.
Was sind Ihre Rechte und mögliche Folgen bei Nichteinhaltung Ihrer Pflichten?
Zusätzlich zu Ihren Pflichten nach einer negativen Entscheidung, haben Sie weiterhin wichtige Rechte. Wenn Sie Ihre Pflichten nicht einhalten, kann es zu ernsthaften Folgen kommen. Hier erfahren Sie mehr darüber: